Die Kraft des Berges

Ich hatte noch nicht das Licht der Welt erblickt, befand ich mich bereits auf meinem ersten Viertausender. So wuchs ich bei Eltern auf, die beide leidenschaftliche Bergsteiger waren und war von Kindesbeinen an in den Bergen unterwegs. Wir wanderten von Hütte zu Hütte und mit 10 Jahren durfte ich zum ersten Mal mit auf eine Klettertour – den Bergseeschijen-Südgrat. Mit 12 Jahren stand ich auf eigenen Beinen auf meinem ersten Viertausender, dem Allalinhorn. Ich war noch keine 14 Jahre alt, da war ich bereits mit meinen Freunden in den Bergen unterwegs: In diesen Sommerferien stiegen wir über den Nordgrat auf das Walliser Weisshorn, der Abstieg führte uns über den Ostgrat in die Weisshornhütte. Wer die Tour kennt, weiss, dass dies eine sehr lange Tour ist – so trafen wir erst nach Hüttenruhe bei der Hütte ein… In meinem Leben stiess ich bis jetzt 2x an meine körperlichen Grenzen – das eine Mal bei dieser Tour. Was uns nicht davon abhielt 2 Tage später auf dem Zinalrothorn zu stehen. Es folgten Jahre, ja Jahrzehnte, wo es für mich – nebst meinen Verpflichtungen – nichts anderes gab als die Berge: Klettern, Skitouren, Hochtouren. Wir übernachteten im Freien, im Zelt, im Heu und in Hütten. Ein weiteres Highlight waren meine beiden Aufenthalte in Nepal. Beim zweiten Besuch bestiegen wir den 7129 Meter hohen Baruntse: Dass wir den Gipfel erreichten, war nur das Pünktchen auf dem i – der ganz Anmarsch ins Basislager und dann der Rückmarsch auf anderem Weg, waren für sich alleine schon ein tolles, einmaliges Erlebnis. Beim Einrichten des ersten Hochlagers, stiess ich das zweite Mal in meinem Leben an meine körperlichen Grenzen.

Was ist es, was einem so unwiderstehlich in die Berge zieht? Für mich ist es die Intensität des Erlebens, die Ursprünglichkeit und Schönheit der Landschaft, das vollkommene Eintauchen im Jetzt, die Verlockung des Ungewissen, die Präsenz des Berges. Es ist die uneingeschränkte Interaktion mit dem, was einem umgibt und den Aufgaben, die der Berg einem stellt. Schon lange wünsche ich mir diese Intensität auch im Alltag – ich finde das wirklich gar nicht einfach. Doch ich bin dabei zu lernen auch ohne die Herausforderung des Berges, mit dem was mich umgibt zu interagieren. Denn das ist der Schlüssel zu mehr Lebendigkeit, Erfüllung, Tiefe und Intensität. Tim hilft mir dabei (www.tim-tim.ch).

Bin ich mit meinen Gästen unterwegs, mag ich es nicht, wenn es technisch zu anspruchsvoll wird. Da steht mehr das Eintauchen und das Erleben der Natur im Vordergrund. Und ich bemühe mich Routen herauszufinden, die nicht schon völlig überlaufen sind – leider wird das immer schwieriger. So lade ich dich ein, mit mir durch die Berge zu streifen und unsere schöne Welt zu Fuss zu betrachten und zu geniessen. Wobei die körperliche Anstrengung natürlich schon auch dazugehört. Wann kommst du mit?

Weitere berufliche Standbeine von mir:

Was ist das: «GeoGuide Sardona»?

Das UNESCO-Welterbe Tektonikarena Sardona liegt direkt vor meiner Haustüre: Nirgendwo sonst auf der Welt zeigen sich die Zeugen der Gebirgsbildung so monumental und anschaulich wie hier. Schon immer in den Bergen unterwegs, seit 10 Jahren am Steine sammeln und Steinschmuck kreieren, regte sich im Frühjahr 2018 mein Interesse für die Geologie. So lag es auf der Hand, dass ich im Sommer 2018 die Ausbildung zum GeoGuide Sardona absolvierte: Jetzt freue ich mich, dir dieses Wissen über die Bildung der Alpen und der Gesteine weiter geben zu können (siehe geologische Wanderung).